17 Jan 2017 Press Release

Richtfest bei Netzsch-Gerätebau in Selb

Industrie 4.0 kommt mit großen Schritten

Alles läuft nach Plan: Nach nur fünf Monaten Bauzeit feiert NETZSCH-Gerätebau Richtfest für seine neue Produktionsstätte am Standort Selb. Das zehn Millionen Euro teure Objekt wird im Sommer in Betrieb genommen. Das Bauvorhaben umfasst in der aktuellen Planung 6.500 m2 bebaute Fläche über mehrere Etagen und ist heute bereits auf Wachstum ausgelegt.

Der Rohbau steht und die Dachbalken liegen – diesen wichtigen Bauabschnitt feierten am Donnerstag NETZSCH-Vertreter mit allen am Bau Beteiligten und zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik. Geschäftsbereichsleiter Dr. Thomas Denner begrüßte auf dem Gelände an der Sedanstraße u. a. den Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, den stellvertretenden Landrat Roland Schöffel sowie den dritten Bürgermeister der Stadt Selb Dr. Klaus von Stetten.

Die neue Produktionsstätte, die hier entsteht, wird die Kapazitäten der NETZSCH-Gerätebau am Standort Selb um 60 % Prozent steigern und Maßstäbe in moderner Produktion und Logistik setzen. Industrie 4.0 ist das Stichwort. Von Anfang an wurde das Gebäude so konzipiert, dass Prozesse noch stärker als bisher auf Kundenbedürfnisse, Qualität und Effizienz ausgerichtet sind. Eine neue intelligente Infrastruktur lässt Abteilungen näher zusammenrücken, Wege kürzer, Personaleinsatz flexibler sowie die Kommunikation schneller werden.

Dr. Thomas Denner unterstreicht stolz: „Wenn wir im Mai den Betrieb auf-nehmen, werden wir Vorreiter sein und zeigen, wie Industrie 4.0 in der Praxis aussehen kann.“

Ganz konkret heißt das: In der unteren Etage des Neubaus reihen sich Flächen für wichtige Produktionsschritte gut durchdacht aneinander. Auf den Wareneingang folgen das Lager mit SAP-gesteuerten Lagerliftern, die Disposition sowie die Montage für die NETZSCH-Präzisionsgeräte. Die Arbeitsumgebung dort ist selbstverständlich staubfrei. Für spezielle Bereiche wie Sensor- oder Lasermontage stehen dafür ganz spezielle Fertigungsräume mit besonders reiner Arbeitsumgebung zur Verfügung. Auf die Montage folgen im bestehenden Bau die deutlich vergrößerten Bereiche für die Qualitätskontrolle, die Kalibrierung und den Versand sowie die Reparaturabteilung. Rund um das Atrium im Obergeschoss angeordnet sind Forschung, Entwicklung, Beschaffung und Disposition.

Alle und alles ist vernetzt. Was SAP nicht regeln kann, regeln die Mitarbeiter selbst schnell und unbürokratisch. Möglich macht es die sehr offene Architektur. Die Etagen sind über das Atrium miteinander verbunden, die wenigen Wände sind transparent, so dass die Kommunikation quasi auf Zuruf bzw. mit Blickkontakt stattfinden kann.

Mit dem Richtfest wurde der große und für alle Selber sichtbare Baufortschritt gefeiert. Weniger sichtbar, aber auch schon weit vorangekommen sind die Arbeiten an SAP-Systemen und neuen Arbeitsabläufen. Erst diese machen den Neubau schließlich zur hochmodernen und innovativen Produktionsstätte, die ganz nach Plan im Sommer in Betrieb genommen werden soll.

Wer sich beim Richtfest schon mal den ganz großen Überblick verschaffen wollte, durfte mit einem Kran in luftige Höhe hinauffahren. Aus 20 Metern Höhe konnten mutige Gäste den NETZSCH-Neubau von oben betrachten und sich mit etwas Phantasie vorstellen, wie hier schon sehr bald innovative Produktion und Logistik stattfinden wird.

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