05 Aug 2009 Press Release

NETZSCH: 50 Arbeitsplätze nach Selb

Selb - Eine der wenigen Firmen, die trotz der Krise investieren, ist die NETZSCH-Feinmahltechnik in Selb. Mit dieser erfreulichen Nachricht begrüßte die Firmenleitung jetzt die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses des Stadtrates am Firmensitz in der Sedanstraße.

In Vertretung von Thomas Netzsch und Dr. Otto-Max Schaefer übernahm Dr. Hanns-Peter Ohl, Geschäftsführer der NETZSCH-Holding, die Begrüßung, in der er insbesondere das positive Zusammenwirken zwischen der Wirtschaft und der Politik in Selb hervorhob, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Selb.

Man freue sich bei NETZSCH, dass der Wirtschaftsausschuss auf Initiative von Oberbürgermeister Wolfgang Kreil und Wirtschaftsförderer Oliver Weigel immer wieder den direkten Kontakt zu den Unternehmen suche, so Ohl. Für die NETZSCH-Gruppe sprach er ein ganz klares Bekenntnis zum Standort Selb aus. Der "global Player" NETZSCH werde auch in Zukunft seine Wurzeln hier haben.

Über die aktuellen Entwicklungen in der NETZSCH-Feinmahltechnik berichtete im Anschluss deren Geschäftsführer, Dimitrios Makrakis. Die Feinmahltechnik sei, so Makrakis, in der Region sowohl am Standort Selb wie auch am Standort Tirschenreuth vertreten. In Selb seien bislang die Hauptverwaltung sowie der Bereich Verkauf, Technik, Verfahrenstechnik (Labor), in Tirschenreuth die Bereiche Einkauf, Teilefertigung, Montage sowie Versand angesiedelt.

Der Standort Tirschenreuth wurde in den vergangenen Jahren als europäischer Fertigungsschwerpunkt ausgebaut, jedoch sind die dort vorhandenen Räume an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Zudem erschwert ein gewachsenes, jedoch nicht mehr zeitgemäßes Fertigungslayout eine weitere Optimierung aller Produktionsabläufe in Tirschenreuth.

Insofern mussten bereits mehrfach externe Montagestandorte im Umkreis von Tirschenreuth angemietet werden, um die Aufträge zeitgerecht abwickeln zu können. Angesichts dieser Problematik stellte sich für die NETZSCH-Feinmahltechnik die Frage nach dem am besten geeigneten Standort für die Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens.

Bereits vor einigen Monaten habe das Unternehmen den Entschluss gefasst, die deutschen Standorte sowohl in Selb wie auch in Tirschenreuth auszubauen und neu zu strukturieren. Dazu wurde von den Geschäftsführern Dimitrios Makrakis und Udo Enderle, dem Verantwortlichen für Fertigung und Logistik, Roland Stöckert, sowie dem Leiter Personal und Verwaltung, Norbert Gebhardt, ein umfangreiches Konzept erstellt und mit Unterstützung von Wirtschaftsförderer Oliver Weigel auch Gespräche mit der Regierung von Oberfranken geführt. Diese habe daraufhin eine Förderung für das Projekt zugesagt. "Bedingt durch die freien Hallenkapazitäten in Selb an der Breslauer Straße bietet sich dem Unternehmen die Chance, Hallen mit einer Gesamtnutzfläche von 11 000 Quadratmetern zu verwenden, die ein kontinuierliches weiteres Wachstum sicherstellen", so Makrakis. Am Standort Selb seien folgende Maßnahmen in Planung oder bereits umgesetzt: Die Montage sämtlicher Maschinen und Anlagen, die Lagerung von Komponenten für Großmaschinen, der Aufbau einer flexiblen Struktur zur Montage von Mühlen, Mischern und Gesamtanlagen sowie die Schaffung einer Montagemöglichkeit für zukünftige Großmaschinen.

Weiterhin soll in Selb ein neues Entwicklungslabor entstehen. Dieses Labor dient zur Erschließung neuer Anwendungen und Märkte, etwa im Bereich der Nano-Technologie, und um die vorhandenen Kapazitäten im Entwicklungsbereich (Labor) durch entsprechende Räumlichkeiten, wie auch die notwendige Laborausstattung zu erweitern.

Durch den geplanten Umzug der Abteilung Montage und der damit unmittelbar verbundenen weiteren Abteilungen wurden etwa 50 Arbeitsplätze zum Standort Selb, Breslauer Straße, verlagert. Außerdem, so Geschäftsführer Makrakis, würden natürlich die verbleibenden Arbeitsplätze gehalten und gesichert sowie langfristig neue Arbeitsplätze geschaffen. Bei einem Rundgang durch die Firma konnten sich die Ausschussmitglieder davon überzeugen, dass sich vor allem in den Hallen an der Breslauer Straße schon eine beeindruckende Entwicklung getan hat. Die riesige Halle bietet nach umfangreichen Arbeiten ausreichend Platz für die Montagearbeiten für die Maschinen, die von hier aus in alle Welt verschickt werden.

Oberbürgermeister Wolfgang Kreil zeigte sich, wie die anwesenden Stadtratsmitglieder auch, sehr erfreut darüber. In seinem Schlusswort betonte das Stadtoberhaupt, dass es von unschätzbarem Wert sei, wenn eine Eigentümerfamilie eines Unternehmens treu zum Standort stehe. Daher gelte sein Dank der NETZSCH-Gruppe und insbesondere der NETZSCH-Feinmahltechnik.

Quelle: Selber Tagbatt
Foto: Stadt Selb